LK8000

Update Februar 2017: Endlich gibt’s LK8000 auch für Android. Läuft super auf dem 8″ Tablet: großer Bildschirm und viel besser im Sonnenlicht zu erkennen. Ich bin auf die ersten Streckenflüge gespannt!
https://play.google.com/store/apps/details?id=org.lk8000.beta

 

Installation der Segelflugsoftware LK8000 auf Medion Navi GoPal P5255

(Anm .d.R.: hier zunächst einfache Text-Kopie der alten Webseite von 2013)

1.) Die Medion GoPal Software läuft im Vollbildmudus. Dummerweise kann das Programm nicht beendet werden. So ist es eigentlich unmöglich an das dahinter liegende Betriebssystem Windows Embeded CE 6.0 zu kommen. Wie es trotzdem klappt:
Im Navigationsmenü auf das Symbol Ordner mit Stern klicken. Es wird die Seite Extras (weitere Anwednungen) geladen.
Links oben befindet sich ein kleines blaues Dreieck. Ein Klick in die Ecke links über der oberen Spitze öffnet den Windows Explorer.
Der Klick muss sehr gezielt erfolgen, am besten mit einem Stift. Alternativ kann mit dem Fingernagel eine Bewegung vom Gehäuserand auf das Display erfolgen. Wichtig ist, dass die erste Berührung am Touchscreen ausschließlich die wenigen Pixel links oben trifft.
Im Windows Explorer können nun Anwendungen von der Storage Card gestartet werden.

2.) Die Software GoPal Navigator hat leider keinen Button zum Beenden des Programms. Um die Resourcen (u.a. GPS Schnittstelle) für andere Software freizugeben, wir der Navigator über einen Taskmanager beendet.
Praktikabel ist ResInfo. Dieses Tool ist Freeware und läuft ohne Installation direkt von der Speicherkarte. (resinfo.exe.zip) http://www.wolfgang-rolke.de/wince/
Mit ResInfo werden die folgenden Windows beendet:

– GoPal Navigator (Skin Frame)
– FMTFakeWindow (Dialog)
– LaunchAutoSuspend

Desweiteren (Button Processes) wird beendet:
– PrimaGPSControl.exe
– Gpsmc.exe
– AudioManager.exe
– menu.exe
– LaunchAutoSuspend.exe
– GnsFmtSrvc.exe
– FMTService.exe (Remote Control)
– ssp.exe
– ssp_so.exe
– mnavdce.exe
– LowBatteryWarning.exe (LK8000 hat eine eigene Batteriewarnung, also weg mit diesem Process)

Damit ist das Betriebssystem frei für andere Anwendungen. Es kann z.B. LK8000 direkt von der Speicherkarte gestartet werden.

Anmerkung
Für die Autonavigation ist es mir wichtig, dass mittels Softreset (Einschalttaste 3 Sek. drücken) oder Hardreset (Einschalttaste 6 Sek. drücken) die Autonavigation wieder in den Lieferzustand versetzt wird. Dazu müssen in \My Flash Disk (oder \Storage Card) die original Installationsdateien liegen, d.h. die Ordner INSTALL und MapRegions.
Im Ordner INSTALL liegt u.a. die AutorunCE.exe. Diese Datei wird bei einem Reset aufgerufen und führt die Installation aus.

Wer die Autonavigation nicht benötigt, kann die AutorunCE.exe ersetzen und damit andere Installationsroutinen starten. Pfiffige Tools mit eigener AutorunCE.exe sind z.B. MortScript oder nfSpeedMenu.

 

3.) Segelflugnavigation
Die Software wird direkt von der Speicherkarte gestartet. Dazu wird im Windows Explorer der Ordner aufgerufen und die Programmdatei (.exe) gestartet. Auf dem Medion P5255 habe ich bisher zwei Programme ausprobiert:

LK8000 2.0c
Läuft im Landscape und Porträt Format
Ist auch im Flug gut mit „Wurstfingern“ zu bedienen.
Open Source Entwicklung -> kostenlos

SeeYou for PNA 4.01
Läuft im Landscape und Porträt Format

GPS im Medion: COM2, 4800 Baud, 8bit

Eine Übersicht zu weitere PDA/PNA Software gibt’s hier.

4.) Optimierung der Bedienung
Wechsel vom Auto ins Flugzeug
Das o.g. Vorgehen ist für den regelmäßigen Gebrauch etwas umständlich. Außerdem gibt es vor dem Flug wichtigerere Dinge als den PNA einzustellen. Das Beenden der Prozesse und Fenster lässt sich z.B. mit MortScript recht einfach automatisieren.
Zuerst wird das Programm von der Storage Card aufgerufen. Anschließend braucht nur noch das Script ausgeführt zu werden.

Verknüpfung und Script liegen praktischerweise im Rootverzeichnis. So sind es nur noch zwei Doppelklicks im Windows Explorer um die Anwendung zu wechseln.
Mein Script kannst du hier downloaden: Script.zip

Perfektion mit eigener Oberfläche
Wem das Script noch zu umständlich ist, kann sich ein eigenes Menü bauen. Hier wird das Tool nfSpeedMenu verwendet.
– Das Tool ruft wiederum die Mort Scripts auf.
– Der Button links oben: Script 1 zum GoPal Beenden
– Der Button rechts oben: Script 2 zum GoPal start
– Der Button rechts unten beendet das Menü.
– Die anderen 3 Buttons rufen direkt die exe-files auf.

Die Dateien für das nfSpeedMenu kannst du hier laden: nfSpeedMenu.zip

5.) Kopplung mit anderen GPS-Geräten
Zum Datenaustausch mit einem Logger oder Flarm, muss deren NMEA Datensatz von seriell auf USB übersetzt werden. Dazu ist ein Pegelverstärker notwendig. Ich nutze dazu den RS232 to USB converter von glidertools.com und verbinde damit den Colibri Logger mit dem PNA.

Die Skizze rechts zeigt die Funktion:
– Stromversorgung beider Geräte aus dem Bordnetz
– Datenaustausch Logger <-> LK8000

So nutzt LK8000 die externen GPS-Daten und die barometrische Höhe vom Colibri. In Gegenrichting kann eine Aufgabe in den Logger geladen werden. Diese Funktion ist aber vom Bedienkomfort noch verbesserungswürdig.

Bei Ausfall der Datenverbindung oder der 12V Stromversorgung schaltet LK8000 automatisch auf das interne PNA GPS um.

Im Flugzeug werden der Converter und der Logger in einer weichen Tasche verstaut. Der Kabelsalat wird mit Klettbändern gebändigt.
Die mobile Navigation kann ich im Duo wahlweise am vorderen oder hinteren Sitz verwenden. Da unsere Vereinsflugzeuge einen einheitlichen 12V Anschluss haben, ist LK8000 universell einsetzbar. Auch bei erweiterten Schulflügen mit der ASK 21 ist eine richtige Streckenflugnavigation ganz komfortabel.

Auf der weiteren ToDo Liste steht noch die Kopplung mit FLARM und die Aufgabenanmeldung im IGC-Flarm.

Fazit: Mittlerweile (Sommer 2011) habe ich einige Flugstunden Erfahrung mit LK8000 gesammelt, u.a. ein angemeldetes 500er FAI-Dreieck. LK8000 hat mir die Praxistauglichkeit bewiesen. Den PNA mit LK8000 möchte ich nicht mehr missen.

Sehr angenehm ist z.B. auch die Kleinigkeit der Anzeige zur Kursablage ( bzw. >>). So lässt es sich intuitiv und einfach sehr genau auf den Punkt navigieren, vergleichbar zum älteren LX5000.

Einziges Manko ist die Lesbarkeit des Display bei Sonnenlicht. Diese ist verbesserungswürdig. Aber es gibt schon erste Entwicklungen für Sunlight Panel.